|

Die Pfalz...
...ist ein von allen Göttern
geliebtes Land mit streichelwarmem Klima und verschwenderischer
Fruchtbarkeit. Der Frühling beginnt, wenn der Norden noch im Eis
erstarrt. Zitronen, Kiwis und Feigen gedeihen in der Pfalz. Mehr als
ein Dutzend Weinlagen tragen Namen wie Mandelberg, Mandelhöhe oder
auch Rosenberg. Im Sommer wechselt Hitze mit ergiebigen Schauern.
Der Boden, meist mit Kalk und nahrhaftem Letten gemischt, der oft
urzeitlich verkohlte Pflanzenreste einschließt, ist metertief, so
dass er die Feuchtigkeit hält. Besonders die Südpfalz holt in Punkto
Weinqualität kräftig auf. Auch die einfachen Schoppen von dort,
süffig und unkompliziert, sind nicht zu verachten. Sie spiegeln
trefflich die Pfälzer Lebensfreude wider, eine Mischung aus
französischer Genussfähigkeit und bayerischer Deftigkeit. Dazu
gehören auch die herzhaften Gerichte der Pfalz, allen voran der
"Saumagen". Ganz bekannt ist auch der Naturpark Pfälzerwald (schon
das Wort ist eine Besonderheit der deutschen Rechtschreibung). In
den weiten Laubwäldern dieses Naturparks setzen rote
Buntsandsteinfelsen, gekrönt von trutzigen Bergruinen, an vielen
Stellen unübersehbare Akzente. Ganz anders dagegen der Ostrand, wo
sich die heitere Landschaft der Weinstraße jedes Frühjahr in ein
weißrosafarbenes Blütenmehr verwandelt. Es ist eine wundervolle
Landschaft und fast immer findet sich ein gemütlicher Gasthof, der
zu einer kleinen Rast einlädt. Dort kann man auch die
sprichwörtliche Gastwirtschaft der Pfälzer kennen lernen. Der Wein-,
Obst- und Gemüsegarten Pfalz mit seinen "Bodenschätzen" ist
naturgemäß ein Schlaraffenland für gutes Essen und Trinken.
Regionale Spezialitäten wie Saumagen, Leberknödel oder Hausmacher
Wurst haben diesen Ruf mitbegründet. Doch neben dem
Bodenständig-Deftigem, das traditionell in diesem Landstrich zu
Hause ist, schlagen die Köche längst auch feinere Töne an. So
präsentiert sich die gastronomische Landschaft Pfalz heute ebenso
nuancenreich wie die Weinlandschaft.
|